Aurora Borelais 
Polarlichter oder auch Nordlichter genannt.

Auf der Sonne entstehen immer wieder extreme Ausbrüche, bei denen Teile ihrer Masse in den Weltraum geschleudert werden. Wenn die Sonnenmasse auf die Atmosphäre trifft, reichert sie Sauerstoffatome und Stickstoffmoleküle in einer Höhe von 70-800 Kilometer an. Dies wiederum führt dazu, dass grünes, rotes und gelegentlich auch violettes Licht emittiert wird. Dieses Licht sieht man auf der Erde als Nordlicht. Es entsteht vornehmlich am Nord-, aber auch am Südpol, da dort die Magnetfeldlinien senkrecht auf die Erde treffen und somit kein Schutzschild gegen den Sonnenwind liefern. Bei extremen Ausbrüchen erreichen die energetisch geladenen Teilchen aber auch den Himmel über Europa und bringen den Sauerstoff dort in einer Höhe von etwa 80 bis 200 Kilometer zum leuchten, dann sehen auch wir das Polarlicht.

Für Mensch, Tier und Pflanze sind diese Polarlichter und die dafür notwendigen energetisch geladenen Teilchen nach bisherigem Kenntnisstand ungefährlich. Jedoch werden elektronische Geräte wie Satelliten oder Flugzeuge dadurch gestört, was letztlich auch den Flugverkehr schon mehrmals zum Stocken brachte. Einige Sonnenforscher schliessen auch nicht aus, dass dadurch Erdbeben ausgelöst werden können. So gab es beim letzten Erdbeben in Afghanistan, aber auch in Griechenland beide Male eine hohe Polarlichtwahrscheinlichkeit.

Polarlichter sind allerdings nur schwer vorhersagbar. Wer sie gezielt aufsuchen will, der muss die Sonne immer wieder im Auge behalten. Notwendige Informationen dazu sind beispielsweise auf www.meteoros.de/polar/polwarn.htm zusammen getragen.