Wer ist SAM?

Die Abkürzung SAM steht für Simple Aurora Monitor. Dieses kleine Gerät wurde von Karsten Hansky und Dirk Langenbach entwickelt. Es misst die Stärke, bzw. die Veränderungen des Erdmagnetfeldes. Je nach Bauart können die Achsen X, Y und/oder Z gemessen werden.

Das SAM Hammelburg misst die Auslenkungen des Erdmagnetfeldes in Y-Richtung. Dabei werden in Hammelburg Werte um die -15600 nT (nano Tesla) gemessen. Schwankungen dieses Wertes werden in den K(p)-Wert umgerechnet, der wiederum für die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Polarlichtern Beachtung findet.

Dabei ist das SAM Hammelburg folgendermassen eingestellt:

K-Wert

Magnetfeldänderung

Farbemarkierung

Aktivität

Polarlicht - Wahrscheinlichkeit in D.

0

<= 9

 

gering

keine

1

<= 14

 

gering

keine

2

<= 24

 

gering

keine

3

<= 49

 

gering

keine

4

<= 69

 

mittel

keine

5

<= 119

 

mittel

schwaches PL in Nord-D. möglich

6

<= 199

 

hoch

PL in Nord-D. möglich

7

<= 329

 

hoch

PL auch in Bayern möglich

8

<=499

 

hoch

PL sehr wahrscheinlich

9

>= 500

 

hoch

PL sehr wahrscheinlich

Eigentlich soll das SAM auf Schwankungen des Magnetfeldes reagieren, die durch die Veränderungen des Sonnenwindes ausgelöst werden. Veränderungen des Erdmagnetfeldes kommen jedoch auch metallische Gegenstände zustande. Fährt beispielsweise in der Nähe des SAM ein Fahrzeug vorbei, so kommt es zu einem kurzen Ausschlag. Tritt eine kurzfristige Schwankung von mehr als 8 nT auf, so versucht das SAM Hammelburg diesen Wert weg zu rechnen und die Daten wieder zu bereinigen.

Um das Gerät möglichst unempfindlich gegen solche und ändere äussere Einflüsse zu machen wurde es in einer Tiefe von einem Meter unter der Erde eingegraben. Gleichzeitig befindet es sich etwa vier Meter und der nächsten Strasse. Dennoch auftretende Fehler führen aber nicht zu einem falschen Alarm, da die gewonnenen Daten auch mit den Messungen anderer SAM verglichen werden.