

Die Faszination in diesem Bild (mal abgesehen davon, dass mehrere Galaxien zu sehen sind) entsteht erst, wenn man weiß, was hinter den Punkten steckt. Der sichtbare helle Punkt nahe des Zentrums der größeren Galaxie ist nämlich kein Stern aus unserer Milchstraße (wie die vielen anderne Sterne im Bild). Wenn man genau hinsieht, dann kann man auch erkennen, dass er eine etwas andere Färbung hat. Er unterscheidet sich fundamental von allen anderen Punkten und ist letztlich der Grund, weshalb ich dieses Foto überhaupt gemacht habe.
Es handelt sich dabei um eine Supernova, also einen explodierenden Stern aus der Galaxie NGC 7331. Im August 2026 wäre der Ursprungsstern noch im „Hintergrundrauschen“ der Galaxie untergegangen: Er wäre für uns unsichtbar gewesen, weil er einer von unzähligen Sternen wäre, die diese Galaxie ausmachen. Deshalb besitzt er auch keinen Namen oder keine Katalognummer. Er war für uns auf der Erde als einzelner Stern bisher nie auszumachen. Jetzt ist er so hell, dass er fast alles innerhalb seiner Galaxie überstrahlen kann.
Er setzt während der Explosion so viel Energie frei, wie unsere Sonne in ihrer ganzen Lebensdauer von etwa 10 Milliarden Jahren abgibt. Oder anders ausgedrückt: Sie leuchtet so hell wie 5 Milliarden Sonnen gleichzeitig. Es wird dabei eine mechanische Energie von 10⁴⁴ Joule freigesetzt, davon ist nur etwa 1% als Licht sichtbar, der Rest ist Bewegung. Weil es sich bei der Supernova um eine sogenannten Typ-Ia-Supernova handelt und sein Ursprungsstern foglich eine „Weißer Zwerg“ war verlaufen die Werte ziemlich standardisiert.
Zusätzlich wird aber eine etwa 100mal stärkere Neutrino-Energie frei, die auf diesem Foto aber nicht nachweisbar oder ersichtlich ist.
Auch wenn die Supernova erst am 1. September 2026 erstmals beobachtet werden konnte hat sie bereits vor mehr als 40 Millionen Jahren stattgefunden. Das Licht braucht nur so lange zu uns.
