Den Geisternebel IC63 stand einige Tage auf meiner Wunschliste. Ganz so leicht hat er sich aber nicht aufnehmen lassen, denn in den letzten Tagen war der Himmel einfach zu bewölkt. Eine Lücke von wenigen Stunden verschaffte mir eine erste Bekanntschaft. Leider aber strahlte mir der Mond in die RGB-Aufnahme, so dass ich zu viel Hintergrundhelligkeit hatte und den Nebel nur schwer vom Hintergrund lösen konnte. Da werde ich also nochmal aufnehmen müssen, um selbst zufrieden zu sein.

Wie entstand dieses Bild? Aufgenommen wurde es mit der bereits häufiger verwendeten Kombination aus dem Quadruplet-Apochromaten TSAPO100Q und der gekühlen Kamera ASI2600MC-P. Bei -10° Kameratemperatur habe ich zubächst 7800 Sekunden das rote Licht der im H-Alpha-Licht leuchtenden Nebel aufgenommen. Und zwar mit dem Filter L-Extreme2 von Optolong. Anschließend 2520 Sekunden mit einem normalen IR-UV-Sperrfilter, um das übliche RGB-Farbspektrum aufzunehmen.

Bei der Verarbeitung habe ich Hintergrund (also auch die Nebelstrukturen) und Sterne voneinander getrennt. Und zwar sowohl im RGB, als auch im H-Alpha-Bild. Anschließend habe ich den RGB-Hintergrund unden H-Alpha-Hintergrund kominiert. Auf diese Kombination wurden die Sterne des RGB-Bildes (die naturgemäß ein farbechteres Erscheinen haben) wieder hinzugefügt. Die Sterne des H-Alpha-Bildes habe ich verworfen.

Perfekt waren die Bedingungen bei RGB leider überhaupt nicht, so dass sich die blauen Reflektionsnebel nur sehr schlecht vom Hintergrund abhoben. Dennoch: ein erster Versuch ist gelungen. Nicht verändern wird sich in einem zweiten Versuch die Helligkeit des Sterns Gamma Cassiopeiae. Er dominiert das Bild sehr.

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